Nach der Ernte bietet sich eine gute Gelegenheit, die Kalkversorgung der Ackerflächen im Blick zu behalten.
Eine bedarfsgerechte Kalkung reguliert den pH-Wert und schafft damit wichtige Voraussetzungen für eine gute Nährstoffverfügbarkeit. Gleichzeitig unterstützt Calcium eine stabile Bodenstruktur sowie einen ausgeglichenen Luft- und Wasserhaushalt. Magnesiumhaltige Kalke liefern zusätzlich den wichtigen Pflanzennährstoff Magnesium.
Auch unter Umwelt- und Klimagesichtspunkten lohnt sich der Blick auf einen gesunden Boden: Ein optimal eingestellter pH-Wert fördert Pflanzenwachstum, Bodenleben und die Voraussetzungen für den Aufbau und Erhalt von Humus. Über Pflanzenreste, Wurzeln und Humus kann Kohlenstoff im Boden gespeichert werden. Eine gute Bodenstruktur hilft zudem dabei, Wasser besser aufzunehmen und die Widerstandsfähigkeit der Böden gegenüber Trockenheit und Starkregen zu erhöhen.
Dabei ist wichtig: Kalkung selbst ist nicht pauschal als CO₂-Senke zu verstehen. Entscheidend ist vielmehr ein standortgerechtes Bodenmanagement, bei dem Kalkung, Humusaufbau und Pflanzenwachstum zusammenspielen.
Das Kalkwerk Hufgard verarbeitet regional vorkommenden Zechstein-Dolomit zu verschiedenen Düngekalken. Welche Kalkart und welche Menge sinnvoll sind, richtet sich nach Standort, Bodenart und aktuellem pH-Wert.
Bedarfsgerecht kalken heißt deshalb: Bodenfruchtbarkeit erhalten, Nährstoffe effizient nutzen und langfristig die Grundlage für gesunde, leistungsfähige Böden schaffen.
